Barbara Yelin

Barbara Yelin, Graphic-Novel-Autorin, geboren 1977, studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). 2014 erschien ihr viel beachteter Comic-Roman „Irmina“. 2016 folgte die gezeichnete Biografie „Vor allem eins: Dir selbst sei treu“ über die Schauspielerin Channa Maron. 2017 legte sie zusammen mit dem Autor Thomas von Steinaecker den Episodencomic „Der Sommer ihres Lebens“ vor. Regelmäßig zeichnete Barbara Yelin Comics für die Frankfurter Rundschau und den Tagesspiegel und betätigte sich als Workshopleiterin, Gastprofessorin und Comic-Bloggerin an Orten wie Neu Delhi, Bali, Kairo, Tel Aviv, Prishtina und Grinnell/Iowa. 2015 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur und 2016 den renommierten Max und Moritz-Preis als „Beste deutschsprachige Comic-Künstlerin“. Barbara Yelin lebt mit ihrer Familie in München.



Das Wassergespenst von Harrowby Hall

ab 10 Jahre


John Kendrick Bangs sehr humorvollen Beschreibung, wie man sich eines Wassergespensts erfolgreich entledigt, bekommt von Barbara Yelin Leben (und Tod) eingehaucht. Wundervoll britisch ist die Atmosphäre, die sie hier zeichnet, der skizzenhafte Strich flüchtig und schön wie das Gespenst und der Einsatz der Farbe kraftvoll wie das Element Wasser selbst.

Vierter Band der von Isabel Kreitz herausgegebenen Reihe „Die Unheimlichen“, in der deutsche Comic-Künstler Werke der Gruselliteratur adaptieren.


Der Sommer ihres Lebens

ab 12 Jahre


Die alte Gerda steht am Fenster des Seniorenheims und schaut in die Sterne. Lange hat sie die Frage aufgeschoben, jetzt sucht sie eine Antwort darauf: Hatte sie ein glückliches Leben? Und während sie versucht, den Alltag im Heim zu meistern, denkt sie zurück an ihre Jugend in den 1960er Jahren; ihre Begeisterung für ein Fach, in dem sie als Frau schief angesehen wurde, der Astrophysik; die harte Wahl, die sie damals treffen musste, in jenem Sommer ihres Lebens, zwischen ihrer Liebe zu Peter und einer Karriere im Ausland … – Doris Dörrie schrieb dazu: „Feinsinnig und tief, anrührend und lustig, traurig und wahr – erzählt wie ein farbiger Traum. Wunderbar!“

in Zusammenarbeit mit dem Autor Thomas von Steinaecker


Vor allem eins: Dir selbst sei treu – Die Schauspielerin Channa Maron

ab 12 Jahre


Sie ist Erich Kästners erstes Pünktchen am Deutschen Theater und Fritz Langs erste Stimme in „M“. Ein Kinderstar der Weimarer Republik. 1933 flieht sie mit ihrer Familie vor den Nazis nach Palästina, im Zweiten Weltkrieg ist sie Soldatin in der jüdischen Brigade. Sie gehörte zum ersten Ensemble des berühmten Cameri in Tel Aviv und prägte das israelische Theater von Beginn an. 1970 verliert sie bei einem Anschlag palästinensischer Terroristen beinahe ihr Leben und wird dennoch eine der engagiertesten Stimmen für eine Aussöhnung mit dem palästinensischen Volk. Als sie 2014 stirbt, betrauerte Israel seine „Königin der Bühne“: Channa Maron. Eine Frau, die sich von einem großen Schicksal nie hat klein machen lassen. – Nach persönlichen Gesprächen mit Verwandten und Wegbegleitern hat die preisgekrönte deutsche Autorin und Zeichnerin Barbara Yelin Channa Marons Leben in einer fesselnden und reflektierten Comic-Biografie verewigt. – Parallel zeichnet der international renommierte israelische Illustrator David Polonsky („Waltz with Bashir“) seine Sicht auf die große Schauspielerin und Friedensaktivistin in eindrucksvollen Bildern. Abgerundet wird das auf Initiative des Goethe-Instituts Israel entstandene Buch durch Textbeiträge des Initiators Wolf Iro, der Tochter Channa Marons und Philosophin Ofra Rechter sowie der deutschen Filmemacherin Anne Linsel.

in Zusammenarbeit mit David Polonsky


Irmina

ab 14 Jahre


Die ehrgeizige Irmina reist Mitte der 1930er Jahre nach London, um eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin zu beginnen. Dort lernt sie Howard aus der Karibik kennen, dem sie sich im Streben nach einem selbstbestimmten Leben verbunden fühlt. Durch den klugen und zielstrebigen Oxfordstudenten beginnt Irmina, ihren Blick auf die Welt zu öffnen. Doch findet ihre Beziehung ein jähes Ende, als Irmina, bedrängt durch die politische Situation, nach Berlin zurückkehrt. Im nationalsozialistischen Deutschland steht sie vor der Möglichkeit, den erstrebten Wohlstand endlich zu erlangen, wenn sie dafür die verbrecherische Ideologie des Regimes nicht infrage stellt. Und die politischen Ereignisse eskalieren weiter und weiter … – Mit „Irmina“ legt Barbara Yelin ein packendes Drama um die Entscheidung zwischen persönlicher Freiheit und dem Drang nach gesellschaftlichem Aufstieg vor. Basierend auf einer wahren Geschichte, erzählt sie in atmosphärisch dichten Bildern einen Werdegang voller Brüche, der aber auch exemplarisch für eine Mitschuld durch Wegsehen und Vorteilsnahme vieler im Nationalsozialismus stehen kann. – Thomas von Steinaecker schrieb in der Süddeutschen Zeitung: „Eine Graphic Novel über ein außergewöhnliches, unbequemes Thema von einer der wichtigsten Comic-Künstlerinnen ihrer Generation.“

mit einem Nachwort von Dr. Alexander Korb

Logo ministerium e9ded5005d16da104c348306d139d8fcb641332b161a2a3ee8a8de075eb11266
Spardabankwest 4d7bb6ca9081b7a4ad97f8e2780bab048e4a506e249133f5333f1d6a43027060
Logo bonn b42d4fa4a4ace0eb99bcb7c635961870f092d50759facd3f0d96f71686b8b640