25. September bis 10. Oktober 2021 · Eintritt frei

Dita Zipfel

Dita Zipfel spielt Ping-Pong mit der Welt, das hat früh begonnen. Am 2. März 1981 wurde sie im Norden geboren, kurz darauf in den Süden verfrachtet, um von dort wieder in den Norden aufzubrechen. In der Schule hat sie sich überwiegend gelangweilt und sich deshalb lieber selbst im Kino ihres Großvaters erzogen. Nach dem Erwerb des Diploms der Erziehungswissenschaften in Kiel hat sie Pommes auf Sylt verkauft, Popcorn im Kino, Schuhe in Berlin, Gemüse in Hamburg. Sie hat sexualpädagogische Kurse für Kinder und Jugendliche in Berlin gegeben und dann Kühe auf Mallorca gemolken, bevor sie Lehrerin in Nordfriesland wurde. Heute schreibt sie Bilderbücher, Drehbücher und Romane in Berlin.

www.ditazipfel.de



Monsta

ab 5 Jahre


Monsta ist frustriert: Da hat es sich extra dieses eine Kind ausgesucht, um unter seinem Bett zu wohnen und ein bisschen Grusel zu machen. Und dann? Alles umsonst! Wie es sich ins Zeug gelegt hat: hat Zähne gefeilt, Masken gebaut, Fell aufgestellt, Monsterblicke geübt, gegrimmt, gegrummt, gesummt und Klauen gezeigt. Hat am Pfosten genagt, mit Türen gequietscht und Puppen versteckt. Hat die Nüstern gebläht, die Muskeln gestählt, mit Knochen geknackt. Hat nach Beinen geschnappt und an der Decke gezogen. Doch was passiert? Nichts, rein gar nichts: Das Kind schnarcht, schläft, grunzt und grinst sogar im Traum. Von Angst keine Spur! Klar, dass da auch das gruseligste Monsta irgendwann mit seinem Latein am Ende ist.

mit Illustrationen von Mateo Dineen


Schlafen wie die Rüben

ab 6 Jahre


Hereinspaziert in die Rübenhöhle, wo Familie Rübe jeden Abend nach allen Regeln der Kunst wegschluumt, einratzt, Heia macht, um die Wette schnarcht, sich in die Kissen wirft. Alles ist dabei bis ins letzte Detail geregelt. Rosa Rübe nimmt dich bei der Hand und erklärt, wie alles läuft: Los geht‘s mit Hüpferei, dann wird der alte Esel Olga durchgeschüttelt, bevor wir den Himmel striegeln und die Betten verdauen ... Äähh, was? Nee, warte mal. Gar nicht so einfach …

Text in Zusammenarbeit mit Finn-Ole Heinrich

mit Illustrationen von Tine Schulz

Auszeichnung: Die besten 7 Bücher für junge Leser (April 2021)


Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte

ab 12 Jahre


Lucie glaubt an einen Jackpot, als sie auf einen Aushang stößt, auf dem ein völlig überbezahlter Gassigeh-Job angeboten wird. Wie sich herausstellt, ist der Hund allerdings lange tot und der Zettel das Täuschungsmanöver eines wahrscheinlich verrückten Alten, der einen Ghostwriter für sein schräges Kochbuch sucht. Natürlich glaubt Lucie kein Wort, als er von den streng geheimen Zutaten wie Drachenherzen (die große Ähnlichkeit mit Tomaten haben) oder Werwolfspucke (die verdächtig nach Honig aussieht) faselt. Trotzdem kocht sie das eine oder andere Rezept nach, den Liebestrank zum Beispiel. Nicht, dass sie wirklich auf Marvin steht – das tun ja sonst schon alle – aber man kann's ja mal ausprobieren.

mit Illustrationen von Rán Flygenring

Auszeichnungen: Deutscher Jugendliteraturpreis 2020, Korbinian – Paul Maar-Preis für junge Talente 2020, Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien 2020